Impressionen aus St.Marein
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Geschichtliches

St. Marein ist ein altes Siedlungsgebiet. Bereits 1224 wurde St. Marein erstmals urkundlich erwähnt. 1287 wurde das Pfarrrecht bezeugt. Nach alten Quellen war die Filialkirche in Pickelbach das erste Gotteshaus unseres Gebietes. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert fast zur Gänze zerstört. Wahrscheinlich wurde sie 1532 von den Türken niedergebrannt. Um 1650 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Die jetzige Pfarrkirche wurde im 15. Jahrhundert teilweise durch die Ungarn zerstört. Im Jahr 1550 wurde der Wiederaufbau und die Vergrößerung der heutigen Pfarrkirche abgeschlossen. Die Kirche wird von einer in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Bruchstein errichteten Nischenmauer mit Schießscharten umgeben.

St. Marein ist seit 1870 Markt und war Anfang des 20. Jahrhunderts Raststätte für viele ungarische Kaufleute, die auf der Reise nach Graz in St. Marein die Pferde wechselten (3 Marktställe) und oft Vorspann bis auf die Schemerlhöhe erhielten.

Im 2. Weltkrieg endeten die Kämpfe einige Kilometer vor St. Marein. Durch Fliegerangriffe entstanden auch in St. Marein Schäden.

Viele St. Mareiner kehrten aus den beiden Weltkriegen nicht mehr zurück - daran erinnert das errichtete Kriegerdenkmal.

Die Pfarre St. Marein am Pickelbach ist die Geburtspfarre des großen Barockmusikers und "Kaiserlichen Hofkapellmeisters" Johann Joseph Fux (1660 - 1741). Daran erinnert auch eine Gedenktafel im Sockel der 1875 errichteten Mariensäule am Marktplatz.

Viele Pestkreuze erinnern, dass die Pest auch vor St.Marein nicht Halt gemacht hat.

Am 1.1.1971 wurde der Ortsname "St. Marein am Pickelbach" in "St. Marein bei Graz" geändert.